AI-Fingered

  • Dieses Thema hat 2 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Monaten von Max.
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  • #173581
    Max
    Teilnehmer

    Guten Tag zusammen

    Seit einem Jahr habe ich das SX700. Spielniveau etwas besserer Anfänger. Aus reiner Lust an der Freude versuchte ich mich mit der Königsdisziplin AI-Fingered und natürlich: A Whiter Shade of Pale.

    Aber, irgendwie verwirrt mich das Instrument.
    Aus C/B meldet das Display CM7/B
    Aus C/A wird AM
    Aus F/E wird FM7/E
    Gar nicht geht DM/C
    C/B wird als solches toleriert.

    Mache ich etwas falsch? Oder ist einfach das Instrument defekt?

    Freue mich auf Euere Antworten.
    Viele Grüsse Max

    #173672
    Detlef
    Teilnehmer

    Hallo Max,

    erstmal machst Du nichts falsch! Überhaupt nicht, im Gegenteil es ist völlig richtig und es hört sich doch auch richtig an, jedenfalls ist das mit der Anzeige am Genos bei mir genauso wie bei Dir. Ich bin auch nur Amateur, habe jedoch als Kind/Jugendlicher Klavierspielen gelernt, und jetzt im Ruhestand lerne ich diese für mich neue Begleitautomatik mit Ai-Fingered auch erst. Hier meine Gedanken zu Deinem Problem:

    Natürlich ist es nicht ganz so wie im Original, denn C/B bedeutet ja eigentlich nur, dass zum C-Dur-Akkord im Bass das B gespeilt werden soll. In einer Band ist das kein Problem, aber bei der Begleitautomatik ist es immer eine Frage der Interpretation, die hinterlegt ist für bestimmte Tastenkombinationen. Dennoch bleibt das Ganze für mich logisch: bei C E G B handelt es sich um den Akkord CM7, hier spielt der Bass C. Bei B C (Tasten nebeneinander gedrückt) interpretiert die Begleitautomatik das als CM7-Akkord mit B im Bass. Da jetzt im Bass das B erklingt, ist dieser Ton ja sowieso Teil des Hörbildes, wenn also die anderen Begleitinstrumente nun statt C-Akkord auch noch das B dazuspielen (also CM7), spielt das für das Hören kaum eine Rolle. Gleiches gilt für F/E (=FM7/E).
    DM/C? Also D/C geht, klappt aber nur, wenn vorher ein Moll-Akkord gespielt wurde, hier also erst Dm (D F A) und dann Dm7/C (C D) spielen oder man nimmt Dm7/C direkt, indem man C D F A C gleichzeitig anschlägt (nicht ganz so einfach).

    Am Ende bleibt als bestes Entscheidungskriterium das eigene Gehör – wenn es sich für Dich richtig anhört, dann hast Du Deine Interpretation gefunden, auch wenn etwas “falsches” angezeigt wird, das in den Noten so nicht steht.

    Ich hoffe, dies hilft ein wenig weiter.

    Viele Grüße
    Detlef

    #173680
    Max
    Teilnehmer

    Guten Tag Detlef

    Besten Dank für Deine Ausführungen. Hat mich sehr gefreut, und auch weitergebracht.

    Es gilt auch bei diesem Thema: Üben, üben, üben ……… und ausprobieren.
    Je flüssiger die Akkordfolge ist, um so besser das Ergebnis.

    Du erwähnst, dass es sich richtig anhört, wenn die eigene Interpretation gefunden ist. Wie wahr. Wenn ich mich im YouTube umschauen wie andere Keyboarder die Stücke interpretieren, so fällt mir auf: Ein grosser Teil der Spieler sucht möglichste Nähe zum Original. Selbstverständlich probiere ich das auch, aber vielfach verlasse ich diese Vorgabe und verwende gerne ein Vibraphon oder eine luftig anzuhörende Flöte. Finde das bei vielen Stücken manchmal fast schöner, als fette Orgeln und laute Schlagzeuge.

    Nochmals besten Dank und viele Grüsse
    Max

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